Training mit oder gegen Schmerzen

mit Schmerzen trainieren Hartnäckig hält sich die Meinung, dass man Schmerzen "wegtrainieren" kann.


Training ist wichtig und regelmässige Bewegung ist Teil eines gesunden und zufriedenen Lebens. Wenn dabei Schmerzen auftreten, bedeutet das in der Regel, dass etwas nicht in Ordnung ist, der Körper leuchtet die rote Warnlampe auf, die beim Auto wahrscheinlich am ehesten "Service" bedeuten würde. Nun ist der Körper aber kein Auto. Der wichtigste Unterschied zwischen diesen beiden Systemen besteht darin, dass ein Auto nicht kompensiert. Wenn beim Auto das Benzin alle ist, dann muss man tanken, sonst geht gar nichts mehr. Weder das Motorenöl, noch das Kühlwasser versuchen diesen Mangel zu beheben, schon gar nicht gemeinsam. Bei einem lebenden Organismus wie dem menschlichen Körper ist das völlig anders. Wenn ein Problem am Becken besteht, dann versuchen die Lendenwirbelsäule, die Hüfte, das Knie, ja sogar der Fuss, die Brustwirbelsäule und auch die Halswirbelsäule das Problem zu kompensieren. Der Mensch merkt noch lange nichts von dem Problem. Erst wenn das Kompensieren nicht mehr funktioniert, weil es zu einer massiven Überlastung eines der Systeme kommt, dann leuchtet der Körper die rote Lampe auf "Schmerz". Nun kann man sich leicht vorstellen, dass es schneller zu einem Problem im Kompensieren kommt, wenn man die Systeme durch Training stärker belastet.

Wenn also ein Problem durch Training grössere Probleme verursacht, dann muss man sich auf die Suche nach der Ursache machen. Wenn man stattdessen das Training verstärkt, trainiert man immer stärker in Dysfunktion was zu dauerhaften Beschwerden führen kann.

Was hingegen wirklich helfen kann, ist achtsames Training, wie Feldenkreis oder achtsames Yoga, sanftes Dehnen mit Atmung unter Berücksichtigung der Schmerzen.

Back

Edit